Teilnehmer-Stimmen

3 Jahre nach dem Suizid meines Partners wurde ich in die Gruppe aufgenommen. Wir waren so verschieden und haben ein großes Leid geteilt – den Verlust einen geliebten Menschen durch Suizid. Die Gruppe hat mir einfach Halt und mehr Zuversicht im Leben gegeben. Wir haben zusammen geweint, gebastelt, gemalt und vor Allem GELACHT! Ich weiß nicht wie, aber das Leben fühlte sich danach etwas leichter an. Es ist großartig, dass es Menschen gibt, die in schwierigsten Lebenssituationen so eine Art von Arbeit machen! Danke und ich schicke Euch, liebe Natalie und liebe Birgit, ein Lächeln, wenn auch ein wenig mit Tränen!!!
Yulia, Teilnehmerin der Gruppe für Suizidhinterbliebene 2015/2016

Nach dem Suizid meines Mannes, der mich emotional und seelisch an einen
Abgrund brachte, fand ich Hilfe in der Suizid-Hinterbliebenengruppe bei “VERGISS mein nicht…”.
In dieser geschlossenen Gruppe ist mir im Austausch mit anderen Betroffenen klar geworden, dass wir nicht nur unter dem Verlust eines lieben Menschen leiden, wir leiden vor allem daran, so brutal verlassen worden zu sein.
Die Erkenntnis, mit diesem Schicksal nicht allein zu sein, hat mir Kraft gegeben, diesen Einschlag in meinem Leben zu ertragen, zu verarbeiten und zu erkennen, ich bin nicht schuld daran.
Fast ein Jahr lang haben wir uns an diesen Gruppenabenden nicht nur durch Gespräche, sondern auch durch kreatives Arbeiten mit dem Suizid unseres Angehörigen auseinander gesetzt und sind unseren Weg durch die Trauer gegangen.
Ich danke nicht nur unseren beiden Trauerbegleiterinnen, sondern auch allen Teilnehmerinnen der Gruppe für die Offenheit und das Vertrauen. Die Vertrautheit untereinander ist immer noch da, noch heute treffen wir uns hin und wieder und reden längst auch über ganz viel anderes, als über unsere toten Angehörigen.
Christa, Teilnehmerin der Gruppe für Suizidhinterbliebene 2015/2016

Nach damaliger langer Entscheidung, mich der Gruppe anzuschließen, habe ich es am Ende glücklicherweise getan und kann heute sagen, dass es eine meiner besten und wichtigsten Entscheidungen war. Einen Raum zu haben, in dem alle Gefühle erlaubt sind, der einen Austausch mit anderen Betroffenen ermöglicht und einem somit das Gefühl gibt, mit dem Geschehenen nicht alleine zu sein, hat mir bei der Trauerbewältigung sehr geholfen und mir Mut gemacht, nach vorne zu schauen. Dafür bin ich der Gruppe und den Trauerbegleiterinnen sehr dankbar – alleine hätte ich es vermutlich nicht geschafft. Ich fühle mich allen bis heute sehr verbunden.
Christina, Teilnehmerin der Gruppe für Suizidhinterbliebene 2015/2016

Liebe Birgit, liebe Natalie, Euer Angebot der Trauergruppe für Suizid-Angehörige hat mir absolut gut getan. Endlich habe ich Zeit und einen Raum finden können, um mich meiner Trauer zu stellen, da ich in der Familie die anderen nicht mehr belasten konnte.
Auch Gehör zu finden war nicht mehr möglich, da keiner mehr Kraft dafür aufbringen wollte. Nach diesen 11 Monaten bei Euch sind meine schlimmen Rückenschmerzen sehr zurückgegangen und ich bin viel ruhiger und ausgeglichener geworden.
Meine Trauer ist nicht mehr so bodentief und ich kann mit dem Verlust und meinen Schuldgefühlen viel besser umgehen. Für mich war die Trauergruppe ein Segen.
Gerade die Gespräche mit den anderen helfen und die kreativen Arbeiten tun so gut.
Agneta, Teilnehmerin der Gruppe für Suizidhinterbliebene 2015/2016

Ich war in Therapien, in Tageskliniken und sogar drei mal stationär, aber geholfen, mit dem Suizid meiner Frau fertig zu werden, habt nur Ihr und die Gruppe mir. Danke!
Gerd, Teilnehmer der Gruppe für Suizidhinterbliebene 2016/2017

„Mag ich auch ein Verwundeter bleiben, so glaube ich doch, dass ich eines Tages über die Klage hinauswachsen werde.“
Zu Beginn unserer Trauergruppe, ein halbes Jahr nach dem Suizid meines Bruders, war mein Denken und Fühlen geprägt von Verzweiflung und tiefer Hoffnungslosigkeit. Ich konnte seine für mich so unerklärliche Tat nicht akzeptieren und war gefangen in einem quälenden Gedankenkarussell aus unbeantworteten Fragen, Selbstvorwürfen und Schuldzuweisungen. Meine Trauer kannte keine Grenzen und durchdrang mein gesamtes Leben und meinen Alltag. Und ich dachte, das würde nun für immer so sein.

In einem Jahr harter Trauerarbeit in unserer Gruppe habe ich allmählich gelernt, meinen Verlust anzunehmen, Erinnerungen zu bewahren und Perspektiven für mein Leben nach und mit dem Ereignis des Suizids zu entwickeln. Wir haben uns in der Gruppe mit Texten, vielfältigen Übungen und auch kreativen Aufgaben mit unseren Gefühlen auseinandergesetzt und sind darüber in den Austausch gegangen. Dabei ist die Gemeinschaft mit anderen Betroffenen ungeheuer wertvoll und bereichernd.

Liebe Natalie, liebe Birgit, ich danke Euch von ganzem Herzen für Eure Leitung und Begleitung auf diesem harten Weg der Trauer. Danke für Eure Kompetenz, Eure Zugewandtheit, Euer Einfühlungsvermögen und Euer offenes Ohr. Unsere Gruppe war mir eine ungeheure Stütze und Hilfe im vergangenen Jahr! Danke.
Claudia, Teilnehmerin der Gruppe für Suizidhinterbliebene 2016/2017

Liebe Birgit und liebe Natalie!
Ich möchte mich ganz, ganz herzlich bei Euch für Eure große Unterstützung und Hilfe in der VERGISS mein nicht…-Trauergruppe bedanken.
Ich habe mich von Anfang an von Euch verstanden und gut begleitet gefühlt.
Danke für Eure tröstenden Worte, Eure Herzenswärme und Eure Geduld zuzuhören in dieser für mich so schweren Zeit. Ihr habt mir mein Lachen und meine Fröhlichkeit in mein Herz zurückgebracht.
Anja, Teilnehmerin der Gruppe für Suizidhinterbliebene 2016/2017

Die Trauergruppe von Birgit und Natalie war das beste, was mir in der schlimmsten Zeit meines Lebens passiert ist. Nach dem Suizid meines Mannes im November 2016 hatte ich das große Glück, viel Unterstützung von Freunden und Familie zu erfahren. Aber in der Auseinandersetzung mit diesem tiefen Loch, der Trauer ganz besonders nach einem Suizid war und ist der Kontakt zu Menschen mit denselben Erlebnissen für mich am hilfreichsten. Birgit und Natalie bieten einen geschützten Raum, in dem alles zur Sprache kommen kann und in dem sie uns unglaublich empathisch und professionell mit verschiedenen, oft kreativen Übungen begleitet haben. Für mich war es besonders hilfreich, wieder einen Zugang zu den Erinnerungen an die Beziehung zu meinem Mann vor dem Suizid, der alles überschattet hat, zu erlangen. Und es war eine schöne Erfahrung, in einer Gruppe zusammenzuwachsen, die aus völlig unterschiedlichen Menschen bestand, deren gemeinsamer Hintergrund aber eine so starke Verbindung auch über das eine Jahr hinaus schafft. Wie man sich vorstellen kann, wurde viel geweint – aber auch viel gelacht.
Miriam, Teilnehmerin der Gruppe für Suizidhinterbliebene 2017/2018

Danke! Das Beste, was mir nach dem Suizid meines Vaters passieren konnte, war die Trauerbegleitung durch VERGISS mein nicht….
Professionelle Begleitung half nicht weiter. Offene Trauergruppen haben mich noch mehr verstört.
Natalie und Birgit haben mir mit viel Einfühlungsvermögen, Geduld und vor allem auch sehr viel Schutz einen Weg aufgezeigt, den ich mit meiner Trauer, Verzweiflung und den Selbstvorwürfen gehen kann.
Rituale, Gespräche und Übungen haben das große Durcheinander in meinem Kopf und auch mein körperliches Wohlbefinden in rechte Bahnen gelenkt. Ebenso hat  mir der Austausch mit den weiteren betroffenen Teilnehmern in der Gruppe sehr gut getan.

Meine Trauer wird nie enden. Nach diesem Jahr kann ich jedoch damit umgehen. Wenn es vielleicht irgendwann einen Rückfall geben sollte, dann weiß ich, wo ich Hilfe bekommen kann.
Liebe Natalie und liebe Birgit, ich bin Euch unendlich dankbar dafür.
Margret, Teilnehmerin der Gruppe für Suizidhinterbliebene 2017/2018

Als mir eine Kollegin den Artikel des Hamburger Abendblattes über die Trauergruppe mitbrachte, war ich zuerst skeptisch, weil ich mich so sprachlos und ohnmächtig gefühlt habe und dachte, dass das Reden über den Suizid meiner Schwester ihren Tod erst wirklich macht. Doch zu wissen, dass beide – Birgit und Natalie – das Gleiche durchgemacht haben, hat mich ermutigt, mit beiden das Gespräch zu suchen. Ich habe es als sehr hilfreich empfunden, vor Beginn der Gruppentreffen ein ausführliches Beratungsgespräch führen zu können und die Möglichkeit zu haben, in den ersten drei Terminen auszuprobieren, ob eine Trauergruppe für mich der richtige Weg ist. Obwohl ich nach dem Tod meiner Schwester recht schnell in den Alltag zurückgefunden habe, wollte ich einen festen Platz für sie und meine Trauer in meinem Leben einrichten und nicht tagein tagaus nur funktionieren. Daneben wollte ich das Gefühl loswerden, mit der Betroffenheit durch Suizid alleine zu sein. Meine anfänglichen Beklemmungen, einer Trauergruppe anzugehören, haben sich schnell in sprichwörtliche Luft aufgelöst: Dort sitzt nicht eine Runde von Menschen mit heruntergezogenen Mundwinkeln, die sich Woche um Woche selbst bedauert – dort sind Menschen, die zu einer echten Gemeinschaft zusammenwachsen – die sich zuhören, sich gegenseitig Rat geben und zusammen lernen, dass Trauer nichts ist, für das man sich schämen muss oder das man verstecken muss. Birgit und Natalie verfügen über ein schier unendliches Repertoire an Texten und kreativen Aufgaben, manchmal auch schmerzvollen Übungen, mit denen sie unseren Treffen eine feste Struktur und der Trauer in unserem Alltag einen Platz geben. Dabei schaffen sie eine so warmherzige und wertschätzende Atmosphäre, dass man sich – egal mit welchem Anliegen – immer aufgehoben fühlt. Die Gruppen-Treffen haben sich schnell für mich zu einem persönlichen Refugium entwickelt, zu einem Zuhause für meine Trauer und zu einem Ort, an dem ich meiner Schwester nahe sein kann. Auch wenn ich mir mein Leben anders gewünscht hätte, empfinde ich größte Dankbarkeit dafür, dass ich durch diese Gruppe erfahren konnte, wie viel tiefes Mitgefühl und wie viel echte Menschlichkeit es in dieser Welt gibt.
Pia, Teilnehmerin der Gruppe für Suizidhinterbliebene 2017/2018